Die Abendmusik im Advent 2002

Der Start in das neue Kirchenjahr ist auch gleichzeitig der Geburtstag des Evangelischen Posaunenchores Groß-Felda. Wie in jedem Jahr feiern die Bläserinnen und Bläser die Gründung des Chores, vor nunmehr 43 Jahren, mit einer Abendmusik im Advent in der Groß-Feldaer Kirche. Chorleiter Herbert Schott, gleichzeitig auch Vorsitzender des Kirchenvorstandes begrüßte die zahlreich erschienenen Besucher im Namen des Posaunenchores und der drei Kirchengemeinden Groß-Felda, Kestrich und Windhausen.Sein besonderer Gruß galt den Mitwirkenden, die in wochenlanger Vorbereitungen auf diesen Abend hingearbeitet haben. Schott lud die Besucher zum Zuhören und auch zum Mitsingen vieler bekannter Adventslieder ein, um sich auf diese Weise auf die kommende Weihnachtszeit einzustimmen. Texte zum Advent wurden von Alwin Werth und Herbert Schott zwischen den musikalischen Darbietungen gelesen Der Posaunenchor eröffnete den “Musikalischen Abendgottesdienst” mit dem Triumphmarsch aus der Oper “Aida” von Giuseppe Verdi nach einer Bearbeitung für Posaunenchöre von Bernd Lechla. Diesen Einstieg meisterten die Bläserinnen und Bläser mit großem Können und legten so den Grundstock für die weiteren Vorträge. Im Anschluss zeigte Silke Werth ihr Können an der Orgel mit einem Voluntary in a-moll aus dem 18. Jahrhundert in zwei Sätzen Largo Spirituosa und Fuge (Allegro moderato) . Nach dem Gemeindelied Macht hoch die Tür, welches die Bläser und die Orgel im Wechsel begleiteten, hatten die beiden “Gemischten Chöre” aus Kestrich und Windhausen ihren ersten Auftritt an diesem Abend. Begleitet von leisen Orgeltönen sangen sie das “Gloria” aus der tschechischen Weihnachtsmesse von Jan Jakub Ryba. Nach den einheimischen Chören und Organisten kam nun einer der Höhepunkte dieses Abends. Chorleiter Herbert Schott hatte für diese Adventsmusik zwei Solisten gewinnen können: den neuen Dekanatskirchenmusiker Jens Amend und Solotrompeter Florian Balser. Diese Idee erwies sich als ein wirklicher Glücksgriff. Mit der Suite in D-Dur für Orgel und Trompete von Georg Friedrich ÄndelH Händel brannten die beiden ein musikalisches Feuerwerk ab. Brilliante Trompetenklänge in schwindelerregenden Höhen und Geschwindigkeiten veranlassten die Zuhörer zu einem riesigen Applaus nach diesem Vortrag. Nach einer Lesung von Alwin Werth dirigierte Vizedirigent Dirk Weber vom Groß-Feldaer Posaunenchor das Gemeindelied “The first Noel” Das Vorspiel und zwei weitere Liedsätze mit einer Oberstimme für Trompeten, sowie den später folgenden Choral “Tochter Zion” hatte Weber in den Wochen vorher in eigener Verantwortung selbst ausgesucht und mit den Bläserinnen und Bläsern einstudiert. Dabei zeigte er, dass er für Chorleiter Herbert Schott in jeglicher Hinsicht eine große Unterstützung für die kommenden Aufgaben ist. Jens Amend trug dann ein Allegro von Carl Philipp Emanuel Bach auf der Orgel vor und die beiden Chöre aus Kestrich und Windhausen unter der Leitung von Berthold Schmidt sangen “Tröstet mein Volk” aus Jesaja 40, 1. Nun war wieder das Geburtstagskind selbst an der Reihe. Der Chor trug aus Mozart´s “Kleiner Nachtmusik” die Sätze Allegro – Andante – Allegro (Menuett) – Allegro nach einer Bearbeitung von Hans-Ulrich Nonnenmann, vor. Die Schwierigkeiten bei diesem Vortrag waren einmal die Tempo- und Taktwechsel in den einzelnen Stücken, sowie auch die ständigen Crescendi und Decrescendi, welche die Bläserinnen und Bläser gekonnt interpretierten. Nach einer weiteren Lesung zum 1. Advent von Herbert Schott waren die beiden Solisten Jens Amend und Florian Balser wieder an der Reihe. Auch mit ihrem zweiten Vortrag “Andante und Allegro von Corelli bestachen sie wieder durch eine lupenreine Darbietung ihres Könnens. Mit einem weiteren Choral “Tochter Zion”, bei welchen die Bläser und die Orgel den Gemeindegesang begleiteten, wurde das Programm fortgesetzt. Hier unterstützte Solotrompeter Florian Balser den Groß-Feldaer Posaunenchor und die Orgel in der dritten Strophe, mit einer Oberstimme. Mit einem Gebet und dem Vater unser endete eine gelungene Veranstaltung. Den Schlusspunkt setze noch einmal Silke Werth mit einem Orgelspiel “Grand Choeur” von Cesar Frank nach einem Arrangement von Christiane Willand -Kessler. Viel Lob und Anerkennung für alle Mitwirkenden war beim Verlassen der Kirche von den Besuchern zu hören. Die Bläserinnen und Bläser mit ihren Angehörigen feierten danach im benachbarten Gemeindezentrum ihren 43. Geburtstag.

 

Archiv