Historische Schmiedekunst lockte G├Ąste nach Gro├č-Felda

Ein voller Erfolg war auch in diesem Jahr wieder das historische Schmiedefest in Gro├č-Felda. Die Stra├čen von Gro├č-Felda hatten sich ├╝ber das Wochenende in eine einzig gro├če Festb├╝hne verwandelt. Die ortsans├Ąssigen Vereine hatten keine M├╝he gescheut, ein reichhaltiges Programm auf die Beine zu stellen, um so den G├Ąsten einen unvergesslichen Besuch in Gro├č-Felda zu bereiten.

Etwas Pech hatten die Gastgeber allerdings mit dem Wetter. Nachdem der Samstagnachmittag bereits durch ein starkes Gewitter eingeleitet wurde, fand das Fest auch am Sonntag mit einem Gewitterschauer ein schnelles Ende. Der guten Stimmung in den Gassen konnte aber auch der Regen nichts anhaben. An zahlreichen Verkaufsst├Ąnden konnten sich die Besucher mit allerlei K├Âstlichkeiten versorgen. Auf dem Parkplatz vor der Feldahalle gab es als besondere Attraktion ein echtes Spanferkel. Die Besucher konnten live mit verfolgen, wie das Schwein ├╝ber dem offenen Feuer gegrillt wurde. Damit das richtige mittelalterliche Gef├╝hl aufkommen konnte, hatte sich ein echter Barde unter die Besucher  gemischt. Der Barde Michael begeisterte Jung und Alt mit seinen Ges├Ąngen. Egal ob Liebeslieder oder ketzerische Strophen aus dem Alltag gegriffen, wo auch immer der Barde auftauchte, wurde er mit Applaus bedacht.

Auf einem echten Schmiedefest durfte auch ein Schmied nicht fehlen. Der Schmied Daniel Dejos war mit seiner historischen Schmiede zu Gast in Gro├č-Felda und schmiedete das hei├če Eisen vor den Augen der Besucher. Die funken flogen und der Klange des Hammers auf dem Amboss ert├Ânte durch den ganzen Ort. Egal ob Hufeisen oder sonstige Schmiedekunst, auf dem Amboss entstand alles, was aus Eisen hergestellt werden kann. Auch ein Hufschmied verrichtete seine Arbeit vor den Augen der ├ľffentlichkeit. Auf dem Anwesen Weber wurde ein s├╝ddeutscher Kaltbl├╝ter beschlagen. Dabei wurde zun├Ąchst der Huf ausgeschnitten und das Eisen angepasst, bevor es dann auf den Huf gebrannt und angenagelt wurde.

Die evangelische Kirchengemeinde hatte sich ebenfalls etwas ganz besonderes einfallen lassen. Sie hatten eine echte Gutenbergpresse organisiert und zeigten den G├Ąsten, wie damals die B├╝cher gedruckt wurden. Als Erinnerung an den Tag konnte sich jeder einen Bibelspruch selber drucken und mit nach Hause nehmen. In historische Gew├Ąnder gekleidet bet├Ątigte unter anderem Pfarrer Ernst Detlef Flos selber die Presse. In unmittelbarer Nachbarschaft zu der Gutenbergpresse spielte Christian Scheid auf seiner Harfe und bezauberte die G├Ąste.

Auch die Landwirte aus Gro├č-Felda hatten es sich nicht nehmen lassen, sich mit einem eigenen Angebot zu pr├Ąsentieren. Auf dem Hof von Willi Fr├Âhlich hatten sie einen Streichelzoo aufgebaut, wo in erster Linie die Kinder die Ziegen und K├╝he streicheln konnten. Viel Spa├č bereitete den Besuchern aber auch der Bauerndreikampf. Hier war Kraft und Wissen zugleich gefragt. Zun├Ąchst galt es, dass Gewicht eines Sack voller Getreide zu sch├Ątzen. Wer einen Vergleich haben wollte, der konnte sich selber auf der Dezimalwaage wiegen, um so eine ungefaire Vorstellung zu bekommen. Nicht so leicht war auch das Erkennen der verschiedenen Getreidesorten in Form der ├ähre, des Getreides und des Schrotes. Mehl kauft man im Supermarkt und so interessiert es viele Menschen gar nicht mehr, wie zum Beispiel Weizen in Natura aussieht. Auch beim Mistgabelzielwerfen war Kraft und Geschicklichkeit zugleich gefragt. Am Rande verkauften die Landwirte noch frischen K├Ąsebrot, selbst gebackenen Matte und ÔÇ×Streuselkuchen“ und selbstgebackenes Brot. Extra f├╝r das Schmiedefest hatten die Landwirte 170 Leib Brot gebacken, die sie allesamt an den Mann brachten. Zwischendurch konnten die Besucher es sich vor der Feldahalle gem├╝tlich machen, wo der Posaunenchor Gro├č-Felda, der Spielmannszug und die Trachtengruppe aus Hainbach ihr Bestes gab. 

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