CD-Release Konzert von Quintonic Brass in der Kirche zu Groß-Felda

Feldatal, Groß-Felda (ts). Seit dem Gründungsjahr in 1959, wo der evangelische Posaunenchor erstmals in der Advents öffentlich in der Kirche spielte, feiert der Chor jedes Jahr seinen Geburtstag mit einer Abendmusik, so Gerhard Zulauf, erster Vorsitzender im Posaunenchor Groß-Felda, bei seiner Begrüßung. Zum Geburtstagsfest waren wie in jedem Jahr wieder viele Gratulanten in die Kirche gekommen um gemeinsam mit den Bläserinnen und Bläsern diesen nunmehr 46. Geburtstag zu feiern.

Besondere Gäste an diesem Abend war die Gruppe „Quintonic Brass“ die auch für den Chor und auch die Gäste ein richtiges Geburtstagsgeschenk im Gepäck hatten. Druckfisch, gerade noch am Samstag rechtzeitig angeliefert, die zweite Quintonoc – CD

„Till Eulenspiegel“ und noch mehr Streiche. Aus dieser Aufnahme präsentierten die fünf Musiker Jan Esch und Matthias Bauer (Trompeten), Michael Nassauer (Horn), Thomas Wanner (Posaune) und Albert Wanner (Tuba) den Zuhörern in der vollbesetzten Kirche ein Konzert der Superlative. In ihren Koffern hatten sie Stücke aus verschiedenen Musikepochen und auch eine richtige Dosis musikalischen Lifestyle.

 

Bis die Zuhörer die Musik genießen konnten, wurde man noch einige Minuten auf die Folter gespannt, denn das Konzert hing bis kurz vor dem Beginn am seidenen Faden.

Was war passiert ? Jan Esch der 1. Trompeter stand bei seiner Anreise nach Groß-Felda

mehrere Stunden im Stau und erst kurz vor dem eigentlichen Beginn kam mit der Meldung, er habe gerade Mücke-Flensungen durchquert, die lang ersehnte Entwarnung.

Mit einer viertelstündigen Verspätung erlebten die Gäste ein wahres Feuerwerk der Musik von Quintonic Brass. Das eineinhalbstündige Konzert wurde mit einer Ouvertüre, einem Menuett, einem Lentement und einem Bourree´ aus der Wassermusik von Georg Friedrich Händel eröffnet. Gleich bei diesem Vortrag wurde die Klasse der einzelnen Musiker deutlich und man merkte sofort, dass jeder von ihnen ein Meister auf seinem Instrument ist. Die Zuhörer dankten es den Musikern mit einem langen, kräftigem Applaus. Michael Nassauer, der Hornist in der Gruppe Quintonic führte nunmehr mit einer sehr lockeren und witzigen Art durch das Konzertprogramm. Dabei ging er besonders auf die einzelnen Musikepochen der dargebotenen Stücke und auch auf die jeweiligen Komponisten ein. Der nächste Titel die Aria „Wie will ich mich freuen“ aus der Kantate „Wir müssen durch viel Trübsal“ von Johann Sebastian Bach.

Aus der Epoche der Romantik folgte Abendsegen, Suse liebe Suse, ein Männlein steht im Walde und die Hexerei ist nun vorbei aus der Oper Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck, arrangiert von Willi Bauer, dem Vater von Mitspieler Matthias Bauer.

Mit Christmas Crackers, arrangiert von John Iveseon, ging es mit den Stücken, Jingle Bells, We wish you a merry Christmas und A Carol Fantasy und einem wiederum kräftigen Applaus für die Musiker in die Pause.

Im benachbarten Gemeindezentrum lud der Posaunenchor seine Gäste zu einem Sektempfang während dieser Pause ein. Gleichzeitig hatten die Besucher die Möglichkeit die beiden bisher erschienenen CD´s der Gruppe Quintonic Brass zu kaufen.

Im nunmehr beginnenden zweiten Konzertteil ging es jetzt deutlich locker und gelöster zu. Dies wurde besonders bei den Musikern deutlich und man spürte mit welcher Hingabe und welchem Können sie die jeweiligen Solopassagen auf ihren Instrumenten

interpretierten und hier sprang auch Funke ins Publikum sofort über. Aus der „Spiritual Suite“ von der brandneuen CD, gab es die musikalischen Leckerbissen „Ain´t She Sweet“, „Swannee River“ und „Oh when the Saints“ zu hören. Vor dem letzten Teil stellte Michael Nassauer dem Publikum die einzelnen Ensemblemitglieder noch persönlich vor und aus der „Nostalgie Suite II“ folgten nun zum Schluss noch richtige musikalische Kracher aus den 30iger Jahren. Im einzelnen waren es die Titel „Pigalle“.

„Salome“ von Robert Stolz, „Kann denn Liebe Sünde sein“ und „Ich brech die Herzen der stolzesten Frauen“ von Lothar Brühne, von Peter Kreuder das Lied „Ich wollt ich wär ein Huhn“ und dann noch „Oh Donna Clara“ und „Am Sonntag will mein Süßer.....“. Nach diesem letzten Titel hielt es die Zuhörer nicht mehr auf ihren Sitzen und es gab lang anhaltenden, stehenden Applaus für die fünf Musiker der Extraklasse.

Stürmisch forderte das begeisterte Publikum eine Zugabe, der das Quintett natürlich nachkam. Unter anderem gehörte aus der „James Bond Suite“ von der neuen CD die Titelmelodie Bond 007 dazu. Im Anschluss feierte man mit den Gästen den Geburtstag des Chores im Gemeindezentrum. Chorleiter Herbert Schott betonte dabei, dass der Chor mit diesen jährlich wiederkehrenden Konzerten für das Feldatal und den angrenzenden Gemeinden einen wichtigen kulturellen Beitrag leiste. Es sei dem Chor immer wieder gelungen gute Musikgruppen zu gewinnen und auch im kommenden Jahr werde man bestimmt wieder ein attraktives Programm zusammenstellen.

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