Abendmusik im Advent

Es müssen nicht immer die großen Konzertsäle in den in den Städten sein um erstklassige Musikdarbietungen zu hören. So geschehen am Sonntag, den 1. Advent in de Groß-Feldaer Kirche. Anlässlich des nunmehr 49. Geburtstags des Ev. Posaunenchores Groß-Felda findet an diesem immer Abendmusik statt und den Organisatoren im Posaunenchor war in diesem Jahr wieder ein ganz großer Wurf gelungen. Es ist die Absicht des Chores immer wieder neue Gruppen und auch andersgeartete Musik, die man selbst das ganze Jahr spielt, dem Publikum zu präsentieren. Die Mitglieder des Posaunenchores waren an den Darbietungen des Abends nicht beteiligt und hatten so die Gelegenheit sich entspannt zurückzulegen und der Musik der Gäste zu lauschen. Die Kirche und sogar die Empore waren bis auf den letzten gefüllt und in einem 2 ½ stündigen Konzert zeigten Dr. Hans Jürgen Gerlach, die Sopranistin Sibille Krombach, Jörg Helf am Saxophon, Hans Joachim Strauch mit der Violine, der Männerchor der Fa. Weiss Umwelttechnik GmbH, unter Leitung von Ottmar Hasenpflug, und zuletzt die Gruppe „blech Quadrat“ um den Feldataler Posaunisten Berthold Schmidt, ihr Können. Bei allen Stücken spendeten die begeisterten Zuhörer immer wieder spontanen Applaus und am Ende des Konzertes hielt es alle nicht mehr auf ihren Stühlen. Minutenlange stehende Ovationen und Bravo Rufe zeigten, dass man von den Darbietungen aller Musiker begeistert war. Die Gemeinde sang die Adventschoräle „Macht hoch die Tür“ und „Tochter Zion“ Pfarrvikarin Susanne Gessner las zwischendurch Texte zum Advent.

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Richtig fetzig starteten die sechs Bläser von der Gruppe „blech Quadrat“ mit dem Stück „Spirit of Brass“ von E. Crespo und machte da begeisterte Publikum schon gleich neugierig auf ihre weiteren Darbietungen an diesem Abend. Von Dr. Hans Jürgen Gerlach, im Vogelsberg sicher auch bekannt als namhafter Orthopäde und als Handballtrainer der ehemaligen Bundesliga Frauenhandball-Mannschaft des TV Lützellinden stimmte dann mit der „Pastorale“ von G. Aldrovandini anschließend auf der Orgel deutlich leisere Töne an.

Vorsitzender Gerhard Zulauf begrüßte danach die Gäste und auch die Musiker und dankte ihnen bereits jetzt schon, dass sie so zahlreich den Weg in die Groß-Feldaer Kirche gefunden hatten. Die Gemeinde sang anschließend mit Bläser und Orgelbegleitung den ersten Adventschoral und Pfarrvikarin Susanne Gessner las danach einen Text passend zum 1.Advent. Im Duett spielten dann Dr. H.J. Gerlach und Hans Joachim Strauch mit der Violine aus dem Konzert Nr. 1 , d-moll, das Stück „Grazioso“ und das „Adagio“. Nun hatte der Männerchor der Fa. Weiss Umwelttechnik seinen ersten Auftritt im Reigen der verschiedenen Darbietungen. Den über dreißig Mann starken Chor zeichnete eine gleichmäßige Besetzung aller vier Stimmen aus. Der Chorklang hat dadurch ein entsprechendes Volumen, wovon sich die Zuhörer bei den Stücken „Abendrot" (von F. Schubert) und bei der „Serenate romantica“ von Joh. Menskes, übrigens begleitet von Dr. Gerlach am Flügel, überzeugen konnten. abendmusik4x

„blech.Quadrat“ stimmte mit den Stücken „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ und mit der „Allemanda“ von Antonio Vivaldi nun deutlich leisere Töne, als bei der Eröffnung an. Bei beiden Stücken begeisterten die Bläser durch ihre Tonsicherheit und durch die Brillianz in den einzelnen Stimmen. Jörg Helf am Saxophon, zog das Publikum mit dem Stück „Salut d`amour“ in seinen Bann und auch die Sopranistin Sibille Krombach überzeugte das Publikum mit den Stücken „Caro mio ben“ von Guiseppe Giordani und „Arietta“, sowie mit „Pieta Signiore!“. Hans Joachim Strauch spielte aus der Sonate Nr. 1 das Andante und Air aus der Orchestersuite in D-Dur. Dabei wurde die Solisten im von Dr. H.J. Gerlach am Flügel begleitet. Nach diesem solistischen Block waren nun wieder der Chor und die Bläser an der Reihe. Mit dem „Trommellied“ und den „Weihnachtsglocken“ der Männerchor wiederum seine hervorragende Stimmqualität unter Beweis. Danach sollte ein absoluter Höhepunkt durch die Gruppe “blech.Quadrat“ folgen. Mit der Komposition „Es wird schon gleich Humptata“ beschrieb man die Zeit vom ersten Advent bis wenige Stunden vor Heilig Abend.

Dabei wechselten sich besinnliche Weihnachtsklänge, mit Volksmusikklängen ab. Mit fortschreitender Zeit wurden die Klänge immer hektischer, lauter um schließlich im absoluten musikalischen Chaos zu enden. Erst durch den Hinweis von Berthold Schmidt, dass nun eigentlich Weihnachten sei, beruhigten sich die Musiker und das Stück klang mit wiederum besinnlichen, weihnachtlichen Tönen aus. Es folgte das Stück „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ welches im fetzigen Swing-Rhythmus vorgetragen wurde. Es folgte ein weiterer Solistenblock mit allen Beteiligten, die Gemeinde sang einen weiteren Adventschoral und vor den Schlussdarbietungen sprach man noch abendmusik7xgemeinsam das „Vater unser“.

Danach sang Sibille Krombach noch das „Christrosenlied“ von Robert Stolz, der Männerchor „Singt Halleluja“ und „Selige Weihnachtszeit“ wobei der Chor nochmals durch seine sehr guten Einzelstimmen, mit Soloeinlagen, überzeugte. Nach dem Segen beendete „blech.Quadrat“ ein herausragendes Konzert mit dem Traditional „Amazing Grace“.

Vorsitzender Gerhard Zulauf bat die Gäste noch einen Moment auszuharren, und überreichte den Musikern ein kleines Präsent und lud sie alle zur Geburtstagsfeier des Chores in das benachbarte Gemeindezentrum ein.