Mehrtagesfahrt des Posaunenchores nach Slowenien

xArthur Slowenien

 Alle zwei Jahre gehen die Mitglieder des Evangelischen Posaunenchores Groß-Felda mit ihren Angehörigen und Freunden auf große Fahrt. Das Reiseziel in diesem Jahr war die Region Bohinj in Slowenien, von wo man die verschiedenen Ausflugsziele ansteuerte. Bohinj liegt im Triglav Nationalpark direkt am See und vom gleichnamigen Hotel aus hatte man einen wunderschönen Blick auf die Bergspitzen mit dem höchsten Gipfel der Julischen Alpen – dem Triglav.

Bereits um 4.00 Uhr in der Frühe startete man von Groß-Felda aus in Richtung Slowenien. Die Fahrt führte über München, Salzburg in Richtung Villach durch eine herrliche Bergwelt und schon die Anreise wurde dabei zum Erlebnis. Kurz hinter Villach überquerte man die Grenze nach Slowenien.Erstes Ziel dort war die Stadt Bled, am gleichnamigen See gelegen und als Perle von Slowenien bekannt. Das Bild von Bled, mit der Insel mitten im See und dem Schloss auf der Felswand ist weltbekannt und ein Synonym für die außergewöhnliche landschaftlich, kulturelle Schönheit geworden. Den Hintergrund dazu bilden die bewaldeten Hänge der Berge Jelovic und Pokljuka, die Gipfel der Karawanken und der Julischen Alpen. Davon konnten sich die Feldataler bei der Ankunft überzeugen und dieser Anblick entschädigte für die lange anfahrt und lies sofort die erforderliche Urlaubsstimmung aufkommen. Hier hatte die Gruppe nun genügend Zeit um selbst auf Erkundungstour zu gehen. Einige nutzen diese zur Fahrt auf die Insel, auf der sich eine wunderschöne Klosterkirche befindet. Stilecht wurde man mit einer „Pletna“, einem überdachten Holzboot, zur Insel gerudert. Andere wiederum erklommen die Burg, einem weiteren Wahrzeichen von Bled, oder besuchten nach einem Rundgang durch den herrlichen Park am See die Kirche von Bled. Danach ging es weiter in das Tal von Bohinje wo dann im gleichnamigen Hotel Quartier bezogen wurde. Die Zeit nach dem Abendessen nutzen etliche noch um die nähere Umgebung des Hotels zu erkunden und zu einer späten Einkehr bei der örtlichen Gastronomie.

Am zweiten Tag wurde die Gruppe von einem Reiseleiter begleitet, der auf der Fahrt an die Fahrt zur slowenischen Küste sehr viel über die junge Republik Slowenien, über Land und Leute und auch die einzelnen Landschaftstypen anschaulich und interessant beschrieb. Dabei war bei ihm auch immer die Aufbruchstimmung, die das ganze Land versprühte, zu spüren.

Aus grauem, verregnetem Himmel fuhr man schließlich der Sonne und einem mediterranem Klima entgegen und erreichte so schließlich den kleinen Teil der slowenischen Küste. Malerische Buchten, tolle Ausblicke auf die kleinen Städte und Dörfer konnte man auf der Fahrt der Küste entlang dabei entdecken. So erreichte man schließlich das alte, malerische Städtchen Piran, welches ganz im mediterranen Stil erbaut ist. Bei einem Rundgang erinnerte dieser Ort mit seinen alten venezianischen Palästen, Plätzen und dem Campanile stark an Venedig. Auch hier blieb für die Gruppe genügend Zeit um sich auch den kulinarischen Genüssen der Region zu widmen. Dem Besuch von Piran schloss sich nach einer kurzen Weiterfahrt ein Besuch eines Weinbauers an, wo man viel über den Weinbau in dieser Region erfuhr und auch natürlich verschiedene Sorten verkostete. Dazu wurde ein Vesperteller mit original luftgetrocknetem Palatschinken und Käse gereicht. Auf der Rückfahrt nach Bohinje machte man noch einen kurzen Stop in Lipica, einem der ältesten Gestüte der Welt. Hier konnte man die weltberühmten Lipizzanerpferde bei ihrer Dressur und auch bei Kutschfahrten sehen.

Am nächsten Morgen machte man sich mit der Reiseleitung auf den Weg in die Hauptstadt Sloweniens „Ljubljana“. Bei der Anfahrt nutzte man gewollt die Landstraße um auch hier bereits weitere Eindrücke von dem Land zu bekommen. Bei einer rund 2stündigen Stadtführung sah man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, wie den berühmtesten Platz der Stadt den „Presernov Trg“ mit einer Franziskanerkirche aus dem 17. Jahrhundert und vielen schönen Jugendstilhäusern. Weiter ging es durch die Altstadt mit der gotischen Nikolauskathedrale und den von stattlichen Bauten gesäumten Marktplatz. Einen besonderen Eindruck hinterließen bei den Feldatalern auch der riesige Blumenmarkt, der Obst- und Gemüsemarkt und auch der Einblick in die Fischhalle. Das Angebot des Obst- und Gemüsemarktes verfehlte seine Wirkung nicht und so war es nicht verwunderlich, dass man plötzlich vielen mit Tüten voll Kirschen und Erdbeeren begegnete. In der anschließend zur Verfügung stehenden Freizeit war für einige der Besuch der alten Habsburgerburg, die hoch über dem alten Stadtkern von Ljubljana thront, ein Muss. Mit einer Standseilbahn wurden die erforderlichen Höhenmeter überbrückt und von den Burgzinnen tat sich den Ausflüglern ein herrliches Panorama über die Stadt auf. Abschluss dieser Tagesfahrt war noch der Besuch des spektakulären Wasserfalls von Savica. Über 500 Stufen ging es vom Waldparkplatz hinauf in eine bizarre Felswand, wo sich aus einem Felsspalt ein riesiger Wasserfall in die Tiefe ergoss. Zurück im Hotel galt es sich nun kurz zu erfrischen um dann zu einem weiteren Höhepunkt der Ausflugsfahrt zu gelangen. Ziel war der Geburtsort des weltberühmten Slavko Avsenik, „Begunje“. Im Gasthaus seiner Eltern erfuhr man zunächst in einem Filmvortrag viel über das Leben des Künstlers und die Entstehung der Musikgruppe der „Original Oberkrainer“. In einem kleinen Museum konnte man anschließend u.a. die Erfolge dieser Gruppe anhand der vielen Ehrungen in Gold, Silber, Diamant und Platin und vieles mehr sehen. Nach einem zünftigen Abendessen mit slowenischen Spezialitäten spielte eine Kapelle im Stile der „Original Oberkrainer Musikanten“ bis gegen Mitternacht zur Unterhaltung und zum Tanz auf. Nach einer kurzen Nacht ging es dann am Sonntagmorgen mit vielen Eindrücken aus dem herrlichen Slowenien wieder zurück in den Vogelsberg.

Bildergalerie - Slowenien 2008

   Posaunenchor On Tour