Chor ist ein treuer Begleiter im Kirchen- und Gemeindeleben

- Evangelischer Posaunenchor zog Jahresbilanz -

50 jähriges Chorjubiläum in 2009

Feldatal, Groß-Felda. Traditionell lädt der evangelische Posaunenchor Groß-Felda zum Ende des Kalenderjahres zum Jahresrückblick in das Evangelische Gemeindezentrum ein. Vorsitzender Gerhard Zulauf begrüßte zur Jahreshauptversammlung die Chormitglieder und Nachwuchsbläser mit ihren Angehörigen. Sein besonderer Gruß galt an diesem Abend Pfarrvikarin Susanne Gessner, dem ehemaligen Bläser Otto Habermehl mit Gattin und Ortsvorsteher Robert Belouschek. Bürgermeister Ernst Uwe Offhaus lies sich wegen Krankheit entschuldigen. Er bedankte sich bei allen Aktiven und deren Partner für die Unterstützung im abgelaufenen Jahr. Alle seien immer mit großem Engagement dabei, um die dem Chor gestellten Aufgaben zu erfüllen. Dies sei in der heutigen Zeit nicht immer selbstverständlich, betonte Zulauf weiter. Ein weiteres Dankeschön richtete er an Chorleiter Herbert Schott und an die Nachwuchsausbilder. Anschließend gedachten die Anwesenden ihren bereits verstorben Chormitgliedern.

Nach der Verlesung des Protokolls der letzten Jahreshauptversammlung durch Schriftführer Herbert Schott, gab er anschließend als Chorleiter den Jahresbericht 2008 ab. Er dankte ebenfalls Allen, die im Chor aktiv mitgewirkt haben und ihm die Chorarbeit somit leichter gemacht haben. Das vergangene Jahr 2008 stand wie immer ganz im Zeichen der chorüblichen Aufgaben, wie Proben, Ständchen, Gottesdienste, Konzerte, Festzüge und auch der Geselligkeit. Alles in Allem, Alltag eines aktiven Posaunenchores. Höhepunkte waren laut Chorleiter Schott sicherlich der 4 Tagesausflug nach Slowenien und die Abendmusik zum 1. Advent, mit Dr. Hans Joachim Gerlach, dem Weiss´schen Männerchor und weiteren Solisten. 

Der Chor war wiederum über die Maßen hinaus aktiv, was die aktuellen Zahlen belegen. Die Statistik weist aus, dass man auch im Jahr 2008 rund 120 Mal zusammengekommen war um zu proben, zu musizieren und auch zu feiern. Im Einzelnen traf man sich zu 47 Proben (ohne die Proben des Nachwuchses). Weiter standen 15 Geburtstagsständchen auf dem Terminkalender. Zwei Goldene Hochzeiten wurden musikalisch umrahmt. Der Chor wirkte bei 18 Gottesdiensten und sonstigen kirchlichen Veranstaltungen mit. Bei der Beerdigung von Mitbläser Manfred Schott gestaltete man die Trauerfeier musikalisch. Im Rahmen der Volksmusik trat man 8 Mal bei Festzügen, Frühschoppen- und sonstigen Konzerten auf. Zu erwähnen auch das Engagement des Chores auf dem Ostermarkt, beim Schmiedefest, beim Straßenfest in Windhausen, dem Weihnachtsmarkt und dem Seniorennachmittag des DRK Feldatal am dritten Advent. Außerdem stand auch das „Diakonische Blasen“ in Altenheimen und Krankenhäusern mit auf dem Terminplan. Bei den Feldataler Ferienspielen habe man sich in 2008 wieder beteiligt, Man fuhr mit den Kindern ins Mathematikum nach Gießen. 

Viele vom Posaunenwerk angebotene Bläserlehrgänge wurden fleißig besucht. Diese Entwicklung im Chor sei, so Schott, sehr positiv zu bewerten, denn das bringt den Chor und auch jeden einzelnen Bläser deutlich nach vorn. Er forderte die Mitglieder auf auch im Jahr 2009 diese Angebote reichlich zu nutzten. An Versammlungen und Sitzungen auf Dekanats-, Bezirks- und Landesebene habe er ebenfalls öfter teilgenommen. Er berichtete den Anwesenden aus der Bezirks- und Landesarbeit. Die Geselligkeit ist auch im letzten Jahr nicht zu kurz gekommen. Tradition haben im Posaunenchor das Eieressen am Gründonnerstag, die 1. Mai-Wanderung, ein Grillabend und die vielen kleinen Runden nach mancher Probe und sonstigen Auftritten. Während der Fußball EM traf man sich im ev. Gemeindezentrum zum „Public Viewing“ und hatte gemeinsam viel Spaß dabei. Diese Zusammenkünfte fördern das Zusammengehörigkeitsgefühl im Chor und sind sicherlich ein Eckpfeiler für die positive Entwicklung im Chor generell. Bei der Chorarbeit insgesamt, lobte Chorleiter Schott das große Engagement aller Bläserinnen und Bläser. Er spüre noch deutlich die Unterstützung und Anerkennung seiner Arbeit. Die Bereitschaft für den grundsätzlich sehr guten Probenbesuch hob er dabei besonders hervor. Er forderte die Aktiven im Chor auf, so weiter zu machen, denn schließlich stehe in 2009 ein großes Jubiläum an, welches dann wiederum den ganzen Einsatz Aller erfordert. Man dürfe sich nicht ausruhen und man müsse bei der Altersstruktur im Chor weiterhin kontinuierlich die Nachwuchsausbildung im Auge behalten. Im Ausblick auf das neue Jahr 2009 verwies der Chorleiter auf einige Termine, die schon feststehen. Hier insbesondere die Feierlichkeiten zum 50. Chorjubiläum.

22. 03.2009 – Dekanatsposaunentag in der Feldahalle

09. 05.2009 – „Biblische Weinprobe“ im ev. Gemeindezentrum

22. 08.2009 – Ü 30 -Disco-Abend mit NSA

23. 08.2009 – Sternmarsch und Volksmusiknachmittag in der Feldahalle

29. 11.2009 – 1.Advent, Konzert mit dem Kurhessischen Bläsertrio und Jens Amend

Er empfahl auch die choreigene Homepage im Internet, wo man unter www.Posaunenchor-Feldatal.de alles über den Chor und auch sehr viel über das Feldatal erfahren kann.

Kai Michael Horst, im Chor verantwortlich für die Nachwuchsarbeit bei den Klarinetten, berichtete kurz über die Aktivitäten im abgelaufenen Jahr und brachte zum Ausdruck, dass er 40 mal geprobt habe und dass die beiden Schülerinnen Verena und Magdalena in allen musikalischen Stilrichtungen weitergekommen sind und auch schon einfache bis mittelschwere Stücke aus dem Repertoire des Posaunenchores spielen können. Franziska Steuernagel und Felix Seifert, die nunmehr schon im großen Chor mitspielen, haben sich musikalisch und technisch sehr gut entwickelt, dass sie auch in der Lage seien Solopassagen zu übernehmen. Als kleines Dankeschön und als Anerkennung überreichte er ihnen den „Klarinetten-Schein“ für ihre nunmehr abgeschlossene Ausbildung.

 

Seit dem 1. Juni 2008 ist Lena Tauscher aus Alsfeld-Altenburg für die Ausbildung des Blechbläsernachwuchses eigenständig verantwortlich. Da sie aus persönlichen Gründen beim Jahresabschluss nicht dabei sein konnte verlas Chorleiter Herbert Schott ihren Tätigkeitsbericht. Wöchentliches Proben, die Teilnahme an Jungbläserlehrgängen haben den Nachwuchs in diesem Jahr deutlich nach vorne gebracht. Sie sind nunmehr in der Lage einfache Choräle und Spielstücke nach kurzer Einübungszeit zu spielen. Ziel sei es das Repertoire nach und nach zu erweitern, damit die Integration in den großen Chor gelingt.

Kassenwartin Angelika Wahl erläuterte die Kassenlage des Chores. Auf Antrag von Mitglied Joachim Weiß wurden die Rechnerin und der Vorstand einstimmig entlastet. Pfarrvikarin Susanne Gessner dankte anschließend dem Chor für alle Einsätze in der Kirchengemeinde. Sie wünschte für das Jubiläumsjahr 2009 allen viel Freude beim Blasen. Gestärkt durch die Jahreslosung: „Was bei den Menschen unmöglich ist, ist bei Gott möglich“, solle man an die vielfältigen Einsätze während der Festveranstaltungen im kommenden Jahr 2009 herangehen.

Weitere Grußworte an den Chor überbrachte Ortsvorsteher Robert Belouschek, auch in Vertretung von Bürgermeister Offhaus und der DRK Ortsvereinigung. Der Chor habe durch eine gute Führung in all den Jahren eine erstaunliche Entwicklung genommen. Man sei in allen Bereichen sehr gut aufgestellt und immer aktuell am Puls der Zeit. Er würdigte die gute Zusammengehörigkeit und die vielfältigen Einsätze des Chores in der Öffentlichkeit. Er betonte, dass man sich auf den Posaunenchor verlassen könne, wenn immer dieser gebraucht werde. Als Dank dafür überreichte er eine kleine Geldspende zur Verwendung für die Nachwuchsarbeit im Chor.

Unter Verschiedenes wurden noch einige chorinterne Angelegenheiten besprochen und Anfragen aus der Versammlung beantwortet. Zum Abschluss des Abends schaute man sich noch im Rahmen einer Diashow Bilder des Jahresausflugs nach Slowenien an.

xxJHVPOSCHORSpendenübergabe

Robert Belouschek überreicht eine Geldspende an Rechnerin Angelika Wahl, den Vors. Gerhard Zulauf und Chorleiter Herbert Schott

xJHVKlarinettenpass

Kai Michael Horst überreicht Franziska Steuernagel und Felix Seifert ihren „Klarinetten-Schein“