50 Jahre Evangelischer Posaunenchor

Großer Festkommers in der Feldahalle - Dank und Anerkennung für 50 Jahre Chortätigkeit - Unzählige Bürger mit Blasmusik erfreut

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Der Posaunenchor aus Erksdorf erfreut die Gäste mit Musik

Seit 50 Jahren gibt es ihn nun schon, den Evangelischen Posaunenchor Groß-Felda. Am vergangenen Sonntag feierte der Chor dieses runde Jubiläum mit Freunden und Bekannten aus nah und fern in der Feldahalle in Groß-Felda. Alles begann am 16. August 1959, als 18 Bläser aus Klingelbach im Taunus zu Besuch waren und die Gottesdienste in Groß-Felda, Kestrich und Windhausen musikalisch umrahmten. In allen drei Gemeinden fand dieses Blasen einen so großen Anklang, dass Willi Geiß als erster die Initiative ergriff und bei Gemeindepfarrer Künkel vorsprach mit dem Ziel, einen eigenen Chor zu gründen. Es gab keine Instrumente und Noten, sondern nur motivierte und begeisterte Interessenten. Dem Einsatz von Gerhard Fröhlich war es zu verdanken, dass schnell die ersten Instrumente organisiert werden konnten, so dass ein kleiner Chor gegründet werden konnte. In der Woche vor dem 1. Advent 1959 trafen sich die Bläser zum ersten mal, um im alten Pfarrhaus zu proben. Damals dachte wohl noch niemand daran, welchen positiven Verlauf die Entwicklung des Chores nehmen sollte. Bürgermeister Ernst Uwe Offhaus zeigte sich in seiner Ansprache erfreut darüber, dass es in Groß-Felda einen so aktiven Posaunenchor gebe. Der Chor sei aus dem kulturellen Leben der Gemeinde nicht mehr weg zu denken, so Offhaus. Ohne die Auftritte des Posaunenchores wären die kirchlichen und kommunalen Feste und Umzüge nur noch halb so schön, denn was wäre ein Fest ohne zünftige Musik. Dabei habe der Chor immer wieder die verschieden Facetten der Musik auf seinem Programm gehabt und je nach Anlass für den richtigen Ton gesorgt. Früher sei es gang und gäbe gewesen, dass man im Kreise der Familie gemeinsam musizierte. Heute, bei veränderten Freizeitgewohnheiten, sehe dies ganz anders aus. Diejenigen, die sich für die Musik interessieren, müssten sich in Vereinen zusammenschließen, um die Tradition des gemeinsamen Musizierens aufrecht zu halten. Offhaus brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass der Posaunenchor Groß-Felda noch lange Jahre bestehen werde und noch viele Menschen mit seiner Musik erfreuen werde. Offhaus nutzte die Gelegenheit, um sich ganz besonders bei Chorleiter Herbert Schott zu bedanken, der in den letzten 25 Jahren die Geschicke des Posaunenchores mitbestimmt hat und durch seinen Einsatz den Chor zu dem gemacht hat, was er heute ist.

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Zum Dank und als Annerkennung für die geleistete Arbeit und die vielen bescherten schönen Stunden überreichte Bürgermeister Offhaus die Ehrenkeramik der Gemeinde an den Vorsitzenden des Posaunenchores Gerhard Zulauf. Pfarrvikarin Susanne Gessner würdigte die Arbeit des Chores in den drei Kirchengemeinden. Es sei sehr schön mit anzusehen, wie junge und alte Menschen gemeinsam im Chor zusammen finden würden, um gemeinsam zu musizieren. Die Blasmusik erklinge immer um Gott zu Loben und Gott freue sich, wenn wir Spaß an Musik und Leben haben. Damit der Chor auch in Zukunft mit immer wieder neuen musikalischen Leckerbissen überzeugen kann, überreichte Susanne Gessner im Namen der drei Kirchengemeinden 35 Exemplare des neuen Notenheftes „Schallwellen 2008“, herausgegeben vom Posaunenwerk der EKHN, an Chorleiter Herbert Schott. Auch Gerhard Ruhl vom Vogelsbergkreis nutzte in Vertretung von Landrat Rudolf Marx die Gelegenheit, dem Chor zum Jubiläum zu gratulieren. Er sei erfreut zu sehen und zu hören, mit welcher Begeisterung die Bläser in Groß-Felda ihrem Hobby nachgehen würden. Auch der Festgottesdienst mit über 200 Bläserinnen und Bläsern habe ihn begeistert. Der Posaunenchor Groß-Felda sei ein Chor mit Niveau und habe in den letzten 50 Jahren unzählige Menschen, nicht nur in der Feldatalgemeinde, mit seinen musikalischen Beiträgen immer wieder aufs Neue erfreut. Erfreulich sei auch die rege Nachwuchsarbeit des Chores, die in den vergangenen 50 Jahren mit Sicherheit wesentlich zum Erhalt des Chores beigetragen habe. Zu Gast in Groß-Felda war auch der langjährige Gemeindepfarrer Klaus Steckenreuter mit seiner Frau, der neben seinem Dienst als Pfarrer auch als Mitbläser im Chor und als Dirigent in Erscheinung trat. „Ich freue mich, an diesem „Tag der Freude“ in Groß-Felda zu sein“, versicherte Steckenreuter. Besonders erfreut zeigte sich der ehemalige Pfarrer darüber, dass noch immer Gründungsmitglieder aktiv im Chor mit dabei seien. Sein Lob und Annerkennung sprach er dem jetzigen Chorleiter Herbert Schott aus, dem es gelungen sei, die vielen Bläserinnen und Bläser zusammen zu halten und den Chor zu dem zu formen, was er heute ist. Er würdigte auch den inzwischen verstorbenen Chorleiter Willi Geiß, der mit seinem unermüdlichen Wirken für den Chor schon früh in den Anfangsjahren die Weichen in die richtige Richtung gestellt habe. Es sei wichtig, dass es Menschen wie Willi Geiß und Herbert Schott gebe, die ihr Leben der Posaunenchormusik widmen und so die Tradition aufrechterhalten würden. Der Mensch brauche Freude. Wie die Blumen die Sonne benötigen so brauche der Mensch immer wieder Momente der Freude. Der Chor habe es geschafft, in den 50 Jahren seines Bestehens stets Freude zu verbreiten. 50 Jahre lang habe der Posaunenchor Groß-Felda auch das Wort Gottes verbreitet und unendlichen vielen Menschen viel Freude und auch Trost gespendet. Auch Ortsvorsteher Robert Belouschek gratulierte dem Chor und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und die zahlreichen fröhlichen Stunden, die der Chor ihm persönlich und vielen Bürgern bei den unzähligen Gemeindefesten bereitet habe. Belouschek überbrachte auch stellvertretend für alle anwesenden Vereinsvertreter aus der Gemeinde dem Geburtstagskind die herzlichsten Glückwünsche. Chorleiter Herbert Schott nutzte dann die Gelegenheit, einen Brief von Pfarrer Wolfgang Künkel, der damals maßgeblich zu der Gründung des Chores mit beigetragen hat, zu verlesen. Künkel bedauerte sehr, nicht persönlich an den Feierlichkeiten teilnehmen zu können, gratulierte dem Chor aber zu seinem Bestehen. Auch wenn damals keiner geglaubt habe, dass der Chor überhaupt eine Überlebenschance habe, sei es umso erfreulicher, dass die Musiker es den damaligen Skeptikern gezeigt haben und der Chor heute so aktiv sei wie eh und je. Weiterhin verlas er auch Grußworte des ehemaligen Pfarrers Wolfgang Drommeshauser, der dem Chor weiterhin ein gesegnetes Wirken wünschte. Musikalisch wurde der Festkommers vom Posaunenchor aus Erksdorf, mit dem die Bläserinnen und Bläser aus Groß-Felda freundschaftlich verbunden sind, umrahmt. Außerdem gratulierten die Bläserinnen und Bläser aus Nieder-Ohmen, verstärkt durch weitere Musiker aus Maulbach mit dem Stück „ Gruß aus Nieder-Ohmen“ und weiteren flotten Weisen. Glückwünsche von befreundeten Chören rundeten die Feierstunde ab und bei Kaffee und Kuchen klang dieser, für die Groß-Feldaer Bläserinnen und Bläser ereignisreiche Tag, aus.