Chor ist ein treuer Begleiter im Kirchen- und Gemeindeleben

- Evangelischer Posaunenchor zog Jahresbilanz -

Höhepunkt - 50 jähriges Chorjubiläum

Feldatal, Groß-Felda. Traditionell lädt der evangelische Posaunenchor Groß-Felda zum Ende des Kalenderjahres zum Jahresrückblick in das Evangelische Gemeindezentrum ein. Vorsitzender Gerhard Zulauf begrüßte zur Jahreshauptversammlung die Chormitglieder und die Nachwuchsbläser mit ihren Angehörigen. Sein besonderer Gruß galt an diesem Abend Pfarrerin Susanne Gessner, Bürgermeister Ernst Uwe Offhaus und Ortsvorsteher Robert Belouschek. Er bedankte sich bei allen Aktiven und deren Partner für die Unterstützung im abgelaufenen Jubiläumsjahr. Alle seien immer mit großem Engagement dabei, um die dem Chor gestellten Aufgaben zu erfüllen. Dies sei in der heutigen Zeit nicht immer selbstverständlich, betonte Zulauf weiter. Ein weiteres Dankeschön richtete er an Chorleiter Herbert Schott und an die Nachwuchsausbilder. Anschließend gedachten die Anwesenden ihren bereits verstorben Chormitgliedern.

Nach der Verlesung des Protokolls der letzten Jahreshauptversammlung durch Schriftführer

Herbert Schott, gab er anschließend als Chorleiter den Jahresbericht 2009 ab. Er dankte ebenfalls Allen, die im Chor aktiv mitgewirkt haben, die ihn bei den Vorbereitungsarbeiten zum Jubiläumsjahr tatkräftig unterstützt haben. Wichtig für ihn auch die unproblematische und auch wohltuende Zusammenarbeit mit Pfarrerin Susanne Gessner.

Das vergangene Jahr 2009 stand ganz im Zeichen der Feierlichkeiten zum 50 jährigen Geburtstag des Chores, aber auch der chorüblichen Aufgaben, wie Proben, Ständchen, Gottesdienste, Konzerte, Festzüge und auch der Geselligkeit. Alles in Allem, mehr als nur Alltag eines aktiven Posaunenchores. Er ging noch einmal kurz auf die verschiedenen Jubiläumsveranstaltungen ein und zeigte sich sehr erfreut über die hohe Akzeptanz in der Bevölkerung bei den unterschiedlichsten Musikangeboten. Der Dekanatsposaunentag im März 2009, mit über 200 Bläserinnen und Bläsern in der vollbesetzten Feldahalle, war ein Ereignis, das die meisten nicht so schnell vergessen werden. Mit der Biblischen Weinprobe im Mai habe man in Groß-Felda Neuland betreten. Die Resonanz war, trotz mancher Skepsis in der Bevölkerung und bei den Besuchern, gut und verlange unbedingt nach einer Wiederholung dieses Angebotes. Ein weiterer Besuchermagnet war das Blasmusikfest im August, wo nach einem Sternmarsch durch das Dorf, befreundete Musikgruppen aus Nah und Fern den ganzen Sonntagnachmittag für eine super Stimmung in der Feldahalle sorgten.

Für einen krönenden Abschluss der Feierlichkeiten im Rahmen einer Abendmusik zum

1. Advent in der Groß-Feldaer Kirche sorgten Dekanatskirchenmusiker Jens Amend und das Kurhessische Trompetentrio. Der Chor war weiterhin über die Maßen hinaus aktiv, was die aktuellen Zahlen belegen. Die Statistik weist aus, dass man im Jahr 2009 rund 130 Mal zusammengekommen war um zu proben, zu musizieren und auch zu feiern. Im Einzelnen traf man sich zu 44 Proben (ohne die Proben des Nachwuchses). Weiter standen 21 Geburtstags-

ständchen auf dem Terminkalender. Drei Jubiläums-Hochzeiten wurden musikalisch umrahmt. Der Chor wirkte bei 23 Gottesdiensten und sonstigen kirchlichen Veranstaltungen mit und auch bei einer Beerdigung umrahmte man die Trauerfeier musikalisch. Im Rahmen der Volksmusik trat man neun Mal bei Festzügen, Frühschoppen- und sonstigen Konzerten auf. Zu erwähnen auch das Engagement des Chores beim Ostermarkt, dem Jubiläumsfest des KHC und der FJI, dem Weihnachtsmarkt und dem Seniorennachmittag des DRK Feldatal am dritten Advent. Außerdem stand auch das „Diakonische Blasen“ in Altenheimen und Krankenhäusern mit auf dem Terminplan in 2009..

Vom Posaunenwerk angebotene Bläserlehrgänge wurden von einigen Bläsern des Chores wiederum besucht. Außerdem habe man ein Schulungswochenende mit Landesposaunenwart Albert Wanner durchgeführt. Diese Entwicklung im Chor sei, so Schott, sehr positiv zu bewerten, denn das bringt den Chor und auch jeden einzelnen Bläser deutlich nach vorn. Er forderte die Mitglieder auf auch im Jahr 2010 diese Angebote reichlich zu nutzen.

An Versammlungen und verschiedenen Sitzungen auf Dekanats-, Bezirks- und Landesebene habe er teilgenommen. Er berichtete den Anwesenden aus der Bezirks- und Landesarbeit. Die Geselligkeit sei auch im letzten Jahr nicht zu kurz gekommen, so der Chorleiter weiter. Tradition haben im Posaunenchor das Eieressen am Gründonnerstag, die 1. Mai-Wanderung, ein Grillabend und die vielen kleinen Runden nach mancher Probe und sonstigen Auftritten.

Auch durch diese Angebote werde das Zusammengehörigkeitsgefühl im Chor gestärkt.

 

Bei der Chorarbeit insgesamt, lobte Chorleiter Schott das große Engagement aller Bläserinnen und Bläser. Er spüre noch die Unterstützung und Anerkennung seiner Arbeit. Die Bereitschaft für den grundsätzlich sehr guten Probenbesuch hob er dabei besonders hervor. Er forderte die Aktiven im Chor auf, so weiter zu machen, denn gerade nach einem 50jährigen Geburtstag gelte es den Blick für die Zukunft nicht zu verstellen. Man dürfe sich nicht ausruhen und man müsse bei der Altersstruktur im Chor weiterhin kontinuierlich die Nachwuchsausbildung im Auge behalten. Er selbst kündigte erneut in der Versammlung an, dass er spätestens mit 65 Jahren die Chorleitung abgeben werde, aber als aktiver Bläser im Chor weiter mitmachen wolle. Somit sei es notwendig, dass man sich um die Nachfolge Gedanken machen müsse. Im Ausblick auf das neue Jahr 2010 verwies der Chorleiter auf einige Termine, die schon feststehen. Er empfahl auch die choreigene Homepage im Internet, wo man unter www.Posaunenchor-Feldatal.de alles über die Aktivitäten des Chors und auch sehr viel über das Feldatal erfahren könne.

Kai Michael Horst, im Chor verantwortlich für die Nachwuchsarbeit bei den Klarinetten, berichtete kurz über die Aktivitäten im abgelaufenen Jahr und brachte zum Ausdruck, dass er 40 mal geprobt habe und dass die beiden Schülerinnen Verena Momberger und Magdalena Dörr in allen musikalischen Stilrichtungen nun so weit sind, dass sie ab sofort im „Großen Chor“ mitspielen können. Seit dem 1. Juni 2008 ist Lena Tauscher aus Alsfeld-Altenburg für die Ausbildung des Blechbläsernachwuchses eigenständig verantwortlich. In ihrem Tätigkeitsbericht erwähnte sie die wöchentlichen Proben. Der Nachwuchs sei nunmehr in der Lage einfache Choräle und Spielstücke nach kurzer Einübungszeit zu spielen. Ziel sei es das Repertoire nach und nach zu erweitern. Die Integration in den großen Chor sollte in 2010 im Rahmen von Gottesdiensten, Geburtstagsständchen etc. gelingen. Mit dem Start einer neuen Ausbildungsgruppe sollte auf jeden Fall in 2010 begonnen werden, so Lena Tauscher abschließend.

Kassenwartin Angelika Wahl erläuterte die Kassenlage des Chores. Auf Antrag der Kassenprüfer wurden die Rechnerin und der Vorstand einstimmig entlastet. Pfarrerin Susanne Gessner sagte zum Beginn ihres Grußwortes: „ Ich bin froh, dass es den Posaunenchor in unserer Kirchengemeinde und in unserem Dorf gibt“ und dankte anschließend für alle Einsätze in der Kirchengemeinde.

Weitere Grußworte an den Chor überbrachten Bürgermeister Ernst Uwe Offhaus und auch Ortsvorsteher Robert Belouschek. Beide gingen noch einmal auf das Geburtstagsjahr ein und würdigten die gute Zusammengehörigkeit und die vielfältigen Einsätze des Chores in der Öffentlichkeit. Sie betonten, dass man sich auf den Posaunenchor verlassen könne, wenn immer dieser gebraucht werde. Unter Verschiedenes wurden noch einige chorinterne Angelegenheiten besprochen und Anfragen aus der Versammlung beantwortet. Zum Abschluss des Abends schaute man sich noch, im Rahmen einer Diashow, Bilder von den Jubiläumsveranstaltungen aus 2009 an.