Einweihung Gemeindezentrum in Groß-Felda

Feldatal, Groß-Felda. Was lange währt wird endlich gut! Nun sind die Bau- und Sanierungsmaßnahmen des Ev. Gemeindezentrums in Groß-Felda endlich abgeschlossen und dies feierte man am vergangenen Sonntag mit einem „Musikalischen Dankgottesdienst“ Eingeladen waren die ganze Gemeinde, die Handwerker, die das vollendete Werk gelingen ließen und die vielen fleißigen, freiwilligen Helfer aus der Kirchengemeinde. Musikalisch wurde der Dankgottesdienst von den Nachwuchsbläserinnen und -bläsern aus den Posaunenchören Groß-Felda und Stumpertenrod, sowie dem Jubiläumschor Helpershain und Silke Werth an der Orgel gestaltet. Weiterhin waren die diesjährigen Konfirmanden aus dem Kirchspiel mit einem Dankpsalm und Kirchenvorstandsmitglieder, welche das Fürbittengebet sprachen, an der Gestaltung des Festgottesdienstes beteiligt.

Kirche NAchwuchsbläser

Nach einem Orgelvorspiel begrüßte Pfarrerin Susanne Gessner die Gemeinde, Gäste und Mitwirkende in der nahezu vollbesetzten Kirche. Unter der Leitung von Daniel Roth, der als Ausbilder für die Trompeten verantwortlich zeichnet, hatten dann die Nachwuchsbläserinnen und -bläser aus den Posaunenchören Groß-Felda und Stumpertenrod ihren ersten Auftritt. Chorleiter Herbert Schott, Ausbilder für die tiefen Instrumente, stellte die Truppe noch einmal kurz vor und erläuterte den Anwesenden, dass man heute Abend von den Bläsern die unterschiedlichsten Stilrichtungen in der Musik zu hören bekommen werde. Dabei Blues, Swing, Marsch, Volkslieder und auch Choräle. Mit dem „Blues for Youngsters“ konnten sie gleich die Zuhörer begeistern und erhielten ihren verdienten Applaus. Nach dem Votum präsentierte sich der Jubiläumschor aus Helpershain unter der Leitung von Horst Georg mit den beiden Liedern „Anker in der Zeit“ und „Ihr seid Töchter und Söhne des Lichts“  Georg gab den Zuhörern vor den beiden Liedern Information zu den Texten und auch deren Komponisten. Die Bläser spielten anschließend den „Colonel Hathi´s March“ bekannt aus dem Film „Dschungelbuch“. Sänger wie auch Bläser erhielten dafür einen kräftigen Applaus. Nach einem Gemeindelied und Gebet hatten die Klarinettenschüler unter der Leitung von Franziska Steuernagel mit einer Melodie aus den Kegelduetten von Wolfgang Amadeus Mozart einen Soloauftritt und anschließend spielten die Bläser das „Hessenlied“ Bei beiden Stücken konnten sie unter Beweis stellen was sie alles in ihrer Ausbildung schon gelernt haben. Zwischen Lesung und Predigt von Pfarrerin Susanne Gessner kam der Chor aus Helpershain mit den „Liedern zwischen Himmel und Erde“ und „Was keiner wagt“ zu seinem zweiten Auftritt. In der Lesung und der Predigt verknüpfte Pfarrerin Gessner immer wieder die Chronologie der Bau- und Sanierungsmaßnahmen mit entsprechenden Bibelstellen.

In 2007 wurde festgestellt, dass das Dach im Gemeindezentrum undicht war und es erfolgte eine sofortige Meldung an die entsprechenden Stellen der Kirchenleitung in Darmstadt. Vorläufig wurden die schadhaften Stellen abgeklebt. Der Kirchenvorstand beschließt im Februar 2008 die Dachsanierung. Ein erster Entwurf zur Errichtung eines durchgehenden Schrägdaches wird von Darmstadt abgelehnt. Ein einzelnes Pultdach über dem Gemeindezentrum und ein Gründach über dem Vorbau sollen entstehen. Es laufen weitere Verhandlungen, zusätzliche Beschlüsse zur Erneuerung der Fenster folgen und schließlich liegen im Mai 2010 ein Finanzierungsplan und somit auch die Genehmigung von Darmstadt vor. Im April 2011 wird das Gerüst gestellt und das Pultdach über dem Gemeindezentrum errichtet. Nun stellt sich bei den weiteren Arbeiten heraus, dass sich das geplante Gründach aus bautechnischen Gründen nicht verwirklicht werden kann. Es gibt nun doch ein Pultdach! Umfangreich Abrissarbeiten sind erforderlich. Kurz vor Wintereinbruch sind endlich die Zinkbleche auf dem Vordach und die meisten neuen Fenster eingesetzt. Dann erfolgt ein Baustopp, der Zeit zum weiteren Nachdenken gibt. Ergebnis: Durch das einbauen der neuen, größeren Fenster in der Küche können die alten Hängeschränke nicht mehr genutzt werden. Der Kirchenvorstand beschließt die nunmehr 40 Jahre alte Küche zu erneuern. In diesem Zusammenhang mussten auch noch Elektrik, Heizung und Fußboden erneuert werden.  Immer wieder muss im Kirchenvorstand überlegt werden, wie diese neuen Kosten gestemmt werden können. Ein Zuschuss des Dekanates Alsfeld hilft hier weiter. Der Rest wird aus der Kollektenkasse und durch Spenden finanziert. Endlich ist man am Ziel und kann, Gott sei Dank, heute diesen Gottesdienst feiern, so Pfarrerin Gessner abschließend.

Kirche Chor Helpershain

Danach war wieder Musik ansagt. Die Klarinettenschülerinnen spielten „Swing low, sweat Chariot“, Bläser, Orgel und Gemeinde sangen zusammen das Abendlied „Abend wird es wieder“ Pfarrerin Gessner dankte danach allen Firmenvertretern und deren Mitarbeitern für ihre geleistete Arbeit und auch den vielen freiwilligen Helfern, hier besonders Günther Kuhnert und Gerd Fröhlich. Als kleines Dankeschön erhielten diese ein Geschenk und jeder der  freiwilligen Helferinnen und Helfer noch ein Rose mit auf den Nachhauseweg. Mit den „Irischen Segenswünschen“ gespielt von den Bläsern und einem Orgelnachspiel endete der Dankgottesdienst. Alle waren dann noch in das benachbarte Gemeindezentrum zum Feiern eingeladen und bei einem kleinen Imbiss konnte man sich von dem gelungenen Umbau und der neuen Küche überzeugen.