Erntedankgottesdienst in der Feldahalle

Gottesdienst3 Erntedankfest 2013

Mit einem Erntedankgottesdienst am Sonntag beschloss der Ev. Posaunenchor Groß-Felda sein Festwochenende. Gemeinsam mit den Kirchengemeinden aus dem Kirchspiel Groß-Felda hatte man die Besucher in die festlich geschmückte Feldahalle eingeladen um gemeinsam Erntedank zu feiern. Am Morgen vor dem Gottesdienst hatten die diesjährigen Konfirmanden bereits den Altar mit allerlei Obst, Gemüse und Blumen geschmückt. Große Kürbisse, Zucchini, Maiskolben, Äpfel und Birnen prägten das Bild des festlich geschmückten Altars. Das sich auch das Bild des Altars mit der Zeit wandelt, dass konnten die Gottesdienstbesucher daran erkennen, dass neben den heimischen Obst- und Gemüsesorten auch Ananas und Kaffee den Weg auf den Altar gefunden haben. Unter den Klängen des Musikstückes „Marsch der Trompeten“ , gespielt von dem Evangelischen Posaunenchor Groß-Felda, marschierten die Kinder der Kindertagesstätte Kunterbunt aus Groß-Felda gemeinsam mit Pfarrerin Susanne Gessner in die Feldahalle ein. Sie hielten dabei Gaben in ihren Händen, welche  sie auf und um den  Altar niederlegten. Pfarrerin Gessner konnte dann ein voll besetztes Haus begrüßen.

Gottesdienst1 Erntedankfest 20132

Die Kinder begeistern die Gottesdienstbesucher mit dem Theaterstück, in dem  sie die Ernte einer Rübe nachspielten. Alleine konnte der Bauer die Rübe nicht ernten, erst gemeinsam mit seiner Frau, dem Enkelchen, den Hofhunden, der Katze, dem Huhn und der Maus gelang es ihnen, die fest im Boden sitzende Rübe zu ernten. Musikalisch umrahmt wurde das Theaterstück von dem Nachwuchsbläser Lasse Schlosser, der gemeinsam mit Herbert Schott Liedstücke vortrugen.  Anschließend verließen die Kinder mit ihren Erzieherinnen die Feldahalle um im benachbarten Kindergarten eine Erntedankgeschichte zu hören. In ihrer Festpredigt ging Pfarrerin Susanne Gessner auf die Hintergründe des Erntedankfestes ein und übertrug dabei die Grundgedanken auf die heutige Zeit. Die Menschen sollten beachten, nicht dem weltlichen Reichtum nachzueifern, sondern vielmehr einen himmlischen Schatz zu sammeln, der nicht gestohlen werden könne und auch nicht rosten würde. Dieser Schatz könne aus schönen Erinnerungen und Taten bestehen, die einen mit Freude erfüllen, wenn man daran zurück denke. Aus dem weltlichen Reichtum werde schnell die eigene Armut, da man stets das Gefühl habe, dass das erreichte nicht ausreiche. Die Menschen seien stets damit beschäftigt neidisch auf den Nächsten zu schauen und sich in unzufrieden zu finden, wenn das eigene Auto älter, das Haus kleiner und die Erwerbstätigkeit vermeintlich härter sei. Auch die Sorge um den Erhalt des Reichtums beschere neue Sorgen und Probleme. Ein Mensch benötige mehr als nur Nahrung und Kleidung. Gerade die Fähigkeit, dass wir Menschen uns freuen könnten, sei die größte Gabe, die wir haben, so die Pfarrerin. Erntedank sei nun eine gute Gelegenheit sich über all das zu freuen, was man erreicht habe. Dabei spiele es gerade in der modernen Zeit keine Rolle, ob man sich über das eigene Auto oder über die angebauten Kartoffeln freue. Wichtig sei aber, dass man sich freuen könne und nicht ärgern würde, dass jemand anderes mehr habe. Gemeinsam feierte man dann das „Heilige Abendmahl“, wo Trauben und Brot durch die Besucherreihen gereicht wurden. Die musikalische Begleitung für den gesamten Gottesdienst hatte der Evangelische Posaunenchor  unter der Leitung von Dirk Weber übernommen und mit dem gemeinsam gesungenen Choral  „Geh aus mein Herz und suche Freud“ endete der Festgottesdienst. Im Anschluss an den Festgottesdienst hatte der Evangelische Posaunenchor zu einem gemeinsamen Erntedankfest eingeladen. Neben einem deftigen Mittagessen gab es auch reichlich Kuchen und frisches Oktoberfestbier. Der Posaunenchor selber sorgte dabei mit zünftiger Blasmusik für gute Stimmung in der Feldahalle.

Volksmusikabend am Samstag