Osterfeuer in Windhausen

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Unter freiem Himmel trafen sich am vergangenen Samstag die Christen des Feldatals, um gemeinsam das traditionelle Osterfeuer zu entzünden und bei einer Andacht ihren Glauben zu bekennen. Die drei Kirchengemeinden aus Groß-Felda, Kestrich und Windhausen hielten auch in diesem Jahr an diesem schönen Brauch fest. Trotz winterlicher Temperaturen und Schneefall ließen sich die Bürger des Feldatals aber nicht von dem Besuch des Osterfeuers abhalten. Die Feuerwehr Windhausen hatte neben dem großen Osterfeuer auch noch Feuertonnen aufgestellt, an denen sich die Gäste wärmen konnten. Für die innere Wärme sorgte heißer O-Saft und Glühwein. Die diesjährigen Konfirmanden unter Mithilfe einiger Eltern waren für die Verpflegung der Gäste zuständig und reichten leckere Grillwürstchen. Vielen waren wieder gekommen um den eigentlichen Sinn des Osterfestes „Die Auferstehung Christi“ rund um das „Osterfeuer“ zu feiern. Pfarrerin Susanne Gessner zeigte sich erfreut über den guten Besuch und ging nach einem musikalischen Vorspiel des Evangelischen Posaunenchores Groß-Felda unter Leitung von Dirk Weber in einer Lesung zunächst auf die Grablegung Jesu ein.

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Danach sang die Gemeinde den Choral „Holz auf Jesu Schulter“ um dann einigen Gedanken zu dieser Osternacht zu folgen. In dieser Nacht, die anders ist als alle Nächte, begreifen wir Christen die Auferstehung Jesu als neue Schöpfung. Wir erinnern uns mit Israel an die Geschichte der Befreiung aus der Knechtschaft in Ägypten und die Errettung aus dem Schilfmeer. In dieser Nacht verwandelte sich der Schweiß der Angst und der Unterdrückung in Freudentränen. Auf dem Weg durch die Wüste zog Gott mit seinem Volk am Tage in einer Wolkensäule vor ihnen her und in der Nacht loderte sein Feuer vor ihnen her auf dem Weg in das gelobte Land. In dieser Nacht, die anders ist als alle anderen Nächte, wagen wir den Blick auf die Scheiterhaufen unseres Lebens, aufgerichtet aus den Holzscheiten unserer Fehler, unserer Eitelkeit, unserer Ohnmacht und unserer Einsamkeit. In dieser Nacht wird auch die ewige Ruhe des Grabes aufgestört. Es wird ein Funke erfacht, der zunächst kaum zu sehen ist, dann aber zu hellen Flammen wird, brennend wie Gottes Liebe zu uns Menschen. Diese Gedanken zur Osternacht von Pfarrerin Susanne Gessner wurden durch verschiedene Osterchoräle und den gemeinsamen Ruf „Kyrie eleison“ und Momenten der Stille immer wieder unterbrochen, bis schließlich der Funke auch auf das Osterfeuer in Windhausen übersprang und dieses dann bald hell über dem Feldatal loderte und eine angenehme Wärme versprühte.