Posaunenchor Feiert Geburtstag mit festlichen Klängen

Posaunenchor Abendmusik 2014

Das intensive Proben in den letzten Wochen hat sich gelohnt, so der übereinstimmende Tenor der Bläserinnen und Bläser des Ev. Posaunenchores Groß-Felda, und herausgekommen ist ein wunderbarer Konzertabend für die Bläser und die zahlreichen Besucher in der Kirche zu Groß-Felda. In jedem Jahr feiert der Ev. Posaunenchor Groß-Felda seinen Geburtstag in 1959 mit einer Abendmusik in der Adventszeit. In diesem Jahr gestalteten die Bläserinnen und Bläser unter der Leitung von Dirk Weber wiederum ein anspruchsvolles Programm mit vielen neuen Musikstücken aus den unterschiedlichsten Zeitepochen und Musikrichtungen. Zwischen den einzelnen Darbietungen gab es von dem  Vorsitzenden des Pos. Chores Gerhard Zulauf und Chorleiter Dirk Weber wissenswerte Informationen zu den Komponisten und zu den Musikstücken für das interessierte Publikum.

Die Abendmusik begann mit einer „Kleinen Bläsersuite“ von Bernd Geiersbach, einem zeitgenössischen Komponisten, die für den Chor ein gelungener Einstand war. Nach der Begrüßung des Vorsitzenden Gerhard Zulauf, präsentierten sich die Bläserinnen und Bläser mit „Hey Jude“ von den Beatles. Paul McCartney komponierte diesen Song. Er schrieb dieses Lied ursprünglich für John Lennons Sohn Julian und so lautete auch der Anfang „Hey Jules, don´t make it bad.“ Erst später änderte McCartney den Text in „Hey Jude“ Dieses Lied kam beim Publikum super an und so sangen viele den Refrain „Na na na na –na-na-na-na, Hey Jude“ lautstark mit. Als nächstes Musikstück war „Only You“ von den Flying Pickets zu hören, die in den 80er Jahren ursprünglich als Theaterformation unterwegs war um an den Spielorten bekannte Lieder acapella. Mit dem Musiktitel „The Town I loved so well“ aus ddem Jahr 1973 von Philip Micheal Coulter, setzt sich der irische Musiker mit dem Nordirland-Konflikt auseinander. Die verschiedenen Strophen, die der Chor gefühlvoll interpretierte, handeln von dem einfachen, aber glücklichen Leben in den Arbeitervierteln von Derry, einer Stadt in Nordirland, wo der Erzähler seine Kindheit verbrachte. Weiterhin auch vom Konflikt zwischen Protestanten und Katholiken in Derry. Dieser Konflikt wurde erst 1998 mit dem Karfreitagsabkommen beigelegt. Mit einer Lesung, der eine Bildbetrachtung zugrunde lag, von Pfarrerin Susanne Gessner und dem gemeinsam gesungenen Gemeindelied „Wie soll ich dich empfangen“ ging es in der Pause ins benachbarte Gemeindezentrum. Hier waren die Besucher vom Posaunenchor zu einem kleinen Sektempfang eingeladen.

Mit einer Intrade, einem Eröffnungsstück eines anonymen Komponisten aus dem 17, Jahrhundert startete der Chor in den zweiten Teil des Adventkonzertes. Es folgte mit „Yellow Mountains“ eine Komposition von Jacob de Haan, einem zeitgenössischen niederländischen Komponisten. Ein Besuch in 1997 in St. Moritz in der Schweiz und das Leuchten der Berge in kräftigen Herbstfarben in der Umgebung inspirierten ihn zu dieser lyrischen Komposition, die von den Bläserinnen und Bläsern aufgegriffen wurde und  entsprechend harmonisch und gefühlvoll vorgetragen wurde. Ganz anders nun die beiden nächsten Stücke. Aus dem weltweit bekannt Film „Fluch der Karibik“, einer Walt Disney Produktion aus dem Jahre 2003 spielte der Chor zunächst den Titel „The Black Pearl“ und dann „The Medallion Calls“ aus der Filmmusik von Klaus Badelt und Hans Zimmer. Bei „The Black Pearl“  fühlten sich die Zuhörer inmitten des Piratenschiffes bei seinen Schlachten auf der oft stürmischen See. Das Lied „The Medallion Calls“ wurde von den Bläsern wuchtig, aber dennoch gesanglich vorgetragen und diese beiden Vorträge inspirierte das Publikum zu stehenden Ovationen.

Danach wurde es wieder deutlich besinnlicher. Es folgte das Stück „Der Herr segne und behüte dich von Johann Rutter, einem gegenwärtigen bedeutenden Komponisten von Chor- und Kirchenmusik. Eine weitere Lesung von Pfarrerin Susanne Gessner, ein Gebet und das Vaterunser, sowie das Gemeindelied „Tochter Zion“ rundeten eine gelungene Abendmusik ab. Nach dem Abendsegen spielte der Chor noch den Country Song von Roger Miller „King of  the Road“ und als lautstark geforderte Zugabe noch das „Highland Cathedral“.