“Brass ON” zu Gast in Groß-Felda - Weihnachtliches Konzert in der Ev. Kirche

Abendmusik2015

 Der Evangelische Posaunenchor Groß-Felda und die Kirchengemeinden Groß-Felda, Kestrich und Windhausen hatten am 2. Advent zu einem besonderen Konzertabend in die Groß-Feldaer Kirche eingeladen. In der Adventszeit feiert der Posaunenchor Groß-Felda in jedem Jahr seinen Geburtstag, vor nunmehr 56 Jahren, immer mit einer Abendmusik. In diesem Jahr können wir wieder ein richtiges „Highlight“ ankündigen, betonte Vorsitzender Gerhard Zulauf bei seinen Begrüßungsworten. Dieses Mal konnten sich die Groß-Feldaer Bläserinnen und Bläser einmal entspannt zurücklehnen und der dargebotenen Musik lauschen, denn der

Auswahlchor des Posaunenwerks der EKHN „Brass ON“ unter der Leitung von Landesposaunenwart Albert Wanner gestaltete das Konzertprogramm des Abends eigenverantwortlich. Die Bläserinnen und Bläser spielen alle in ihren Posaunenchören in Oberhessen und Nordnassau, wofür auch das Kürzel „ON“, steht. Albert Wanner selbst wird bei dem Ensemble die Tuba spielen. Die zahlreichen Zuhörer, in der nahezu vollbesetzten Kirche in Groß-Felda, bekamen ein beeindruckendes Konzert und ein besonderes Klangerlebnis zu hören. Die einzelnen Programmpunkte wurden durch die  Mitglieder von BrassON angesagt und man erfuhr dabei auch vieles zu den Komponisten und zu den Musikstücken.

Das Ensemble begeisterte mit seinen Darbietungen, deren Bandbreite  von Bach über geistliche Musik bis zu Filmmusiken des 20. und 21. Jahrhunderts reichte. Nach dem grandiosen Auftakt mit dem Eröffnungsmarsch von Johann Sebastian Bach und der bereits erwähnten Begrüßung vom Vorsitzenden des Posaunenchores Groß-Felda Gerhard Zulauf erfolgte ein großer Sprung von der Klassik in die Moderne. Beim der folgenden Interpretation des bekannten Beatles-Song „When I´m 64“ sprang der Funke schnell ins Publikum über und mancher erinnerte sich an seine Jugendzeit mit den Beatles. Es folgte  „Tochter Zion“, wobei dieses Adventslied, nach einer Komposition von Magdalene Schauß-Flake, doch sehr eigenwillig erklang, jedoch von den Bläserinnen und Bläsern brilliant vorgetragen wurde. Mit „Piraten der Karibik“ aus dem Soundtrack des Films „Fluch der Karibik“, komponiert von Klaus Badelt und „Lawrence of Arabia“ von Maurice Jarre folgten zwei Filmmusiken. Bei letzterer konnte  man die kriegerische Handlung im Film sehr gut nach empfinden und man meinte die Reiterschar deutlich zu hören. Ruhig und melodisch ging es mit John Rutters Chormusik „Der Herr segne und behüte uns“ , gefolgt von einer Ansprache von Betina Falk vom Kirchenvorstand und  „Gonna fly now“  einer Filmmusik von Bill Contis zu Rocky I bis zur Pause weiter.  In der Pause waren die Gäste des Konzerts zu einem kleinen Umtrunk in das benachbarte Gemeindezentrum eingeladen.

Nach der Pause präsentierten die Musikerinnen und Musiker, untermalt mit einem Röhrenglockenspiel, Vibraphon und Pauken das Stück „Moment for Morricone“. Gefühlvoll erklangen dann die Ballade „Leningrad“ von Billy Joel und die Chormusik „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“ von Heinrich Schütz und „The Rose“ von Bette Middler. Der Song  „Ticket to ride“ ,von den Beatles, wo das Schlagzeug und die Posaunen perfekt den Sound einer Dampflok imitierten, begeisterten danach das Publikum. Auch vorweihnachtliches hatte „BrassON in seinem vielseitigen Repertoire. Grandios spielten sie „Fröhlich soll mein Herze springen“, „Es ist ein Ros entsprungen“ und die „Engel auf den Feldern“. Mit einem Gebet, Segenswünschen und einem herzlichen Dankeschön verabschiedete Betina Falk vom Kirchenvorstand die Gäste in die Adventszeit.  Offiziell endete das Konzert mit der schon kultigen Filmmusik aus dem Westernklassiker „Die glorreichen Sieben“ von Elmar Bernstein, wo die Interpretation durch „BrassON das Original fast in den Schatten stellte.

Stehende Ovationen und Bravorufe gab es am Ende dieses meisterhaften Konzertes. Selbstverständlich war es, dass das begeisterte Publikum „BrassON“ nicht ohne eine Zugabe entließ. Diese erhielten sie mit „Sixteen tons“, einem sozialkritischen Country-Folk-Song, welcher das Leben in den US-amerikanischen Kohlegruben der 40er Jahre des letzten Jahrhunderts beschreibt. Mit „Last Christmas“ verabschiedeten sich die Bläserinnen und Bläser endgültig von ihrem begeisterten Publikum. Beim Ausgang und noch vor der Kirche war die Begeisterung ob diesen grandiosen Konzertes von den Besuchern immer wieder zu hören. Mitwirkende waren an den Trompeten, Flügelhörnen und Picolo Trompete Sebastian Kehl (Pos. Chor Maulbach, Rouven Fritzius aus Ulfa, Marleen Groetsch aus Rosbach und Dirk Weber vom gastgegebenden Pos. Chor aus Groß-Felda. Die Posaunen spielten Christian Troitsch aus Rosbach v.d. H, Florian Walther aus Grebenau, Thilo Schulz aus Friedberg, Daniel Eizenhöfer aus Hirzenhain und Thomas Wanner, der Bruder von Landesposaunenwart Albert Wanner. Die Tuba bliesen Radka Maria Schneider vom Pos. Chor aus Ulfa und Ensemble-Leiter Albert Wanner und am Schlagwerk saß und stand Jürgen Karle aus Ober-Ramstadt.