Ev. Posaunenchor Groß-Felda feierte seinen Geburtstag mit einer Abendmusik im Advent

Abendmusik Posaunenchor 2016

 

(Groß-Felda) In der Adventszeit feiert der Posaunenchor Groß-Felda in jedem Jahr seinen Geburtstag, vor nunmehr 57 Jahren, immer mit einer Abendmusik. Auch in diesem Jahr konnte der Chor den zahlreichen Zuhörern ein richtiges „Highlight“ anbieten. Dem versprochenen Motto des Abends „Zurücklehnen, Bläser- und Orgelmusik genießen“, wurde das Konzert in vollem Umfang gerecht.  Die Gäste des Abends  Alexander Gröb (Trompete) und Lysann Berger (Orgel) boten in  der Groß-Feldaer Kirche ein ganz besonderes Klangerlebnis als Solisten und auch im Zusammenspiel. Die Beiden kommen aus unserer Nachbarschaft, nämlich aus Nidda und Wächtersbach und haben durch Solokonzerte in ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland schon einen sehr guten Ruf erreicht. Auch die Bläserinnen und Bläser des Ev. Posaunenchores Groß-Felda unter der Leitung von Dirk Weber, sowie Pfarrerin Susanne Gessner gestalteten diesen Abend mit.

 

Alexander Gröb und Lysann Berger eröffneten das Konzert mit dem „Einzug der Königin von Saba“ von Georg Friedrich Händel. Dabei zeigten beide bereits ihr großes Können, wobei Alexander Gröb besonders mit dem Spiel auf seiner Piccolo Trompete brillierte. Der Vorsitzende des Ev. Posaunenchores Groß-Felda, Gerhard Zulauf begrüßte die Besucher und ging bei seiner Ansprache noch einmal kurz auf den Ursprung der jährlich vom Posaunenchor angebotenen Konzerte in der Adventszeit ein. Man versuche immer ein abwechslungsreiches Programm zu gestalten und lade sich auch immer wieder einmal andere Musiker und Gruppen ein.

    Im Verlauf des Abends moderierte Alexander Gröb die einzelnen Vorträge und gab dabei den Zuhörern viele Informationen zu den Musikstücken selbst, den Komponisten und deren Intentionen. Es folgte die „Sonata prima per Trombetta Sola“ von Giovanni Bonaventura Viviana. Der Künstler wurde in Florenz geboren und verbrachte den größten Teil seines Berufslebens am Innsbrucker Hof. 1678 brachte er seine Trompetensonate heraus. Dieser Trompetensatz ist insofern ungewöhnlich, als er die C-Trompete zum Einsatz bringt, statt des Instruments in D, das sich zu jener Zeit gerade in Italien durchsetzte. Es folgten nun mit einem Orgelsolo von Lysann Berger deutlich leisere Töne und ein ruhigerer Beitrag. Titel war der Choral „Maria durch ein Dornwald ging“ nach einer Komposition von dem in 1953 geborenen Kirchenmusiker Gunther Martin Goettsche, der seit 2013 als solcher in der Erlöserkirche in Jerusalem tätig ist. Vor einer Lesung von Pfarrerin Susanne Gessner hörten die Besucher die Sonata d-moll von Jacques Loeillet (1685-1748) einem in der Barock Ära tätigen Komponisten und Oboisten aus Genth (Belgien). Es folgte der „Salut d´ Ámour“ von Edward Elgar nach einem Arrangement von Cris Tambling. Dabei luden die beiden Solisten die Besucher zum Zurücklehnen und Träumen ein. Am Ende des ersten Teils waren dann die Bläser des Posaunenchores an der Reihe und es wurde wieder bedeutend lebhafter in der Kirche. Nach einem Vorspiel spielte man den Choral „Joy to the world! The Lord is come“ von Georg Friedrich Händel und lud dazu die gesamte Gemeinde den deutschen Text kräftig mitzusingen.

Abendmusik Trompeter 2016

In der dann folgenden Pause waren alle dann im benachbarten Gemeindezentrum zu einem kleinen Sektempfang eingeladen.

Der zweite Teil begann mit mehreren Variationen zu dem bekannten Lied „Amacing Grace“ für Trompete und Orgel von Hans Uwe Hielscher, einem 1945 geborenen Wiesbadener. Dabei waren die verschiedenen Variationen sicherlich für die Zuhörer sehr gewöhnungsbedürftig, konnte man doch eigentlich nur bei dem ersten Beitrag das Lied deutlich erkennen. Es folgte dann noch „Ein Tag im Himmel“ von S. Österberg und ein altes Kirchenlied aus Schweden. Nach den Fürbitten und dem Vaterunser spielte der Posaunenchor noch ein Vorspiel und den Choral „Tochter Zion“, wo  der Chor bei der dritten Strophe von Alexander Gröb mit einer Oberstimme und von Lysann Berger an der Orgel unterstützt wurde. Am Ende des Konzerts brandete viel Beifall auf und die Beiden kamen um eine Zugabe nicht herum. Mit „Eine kleine Weihnachtsmusik“ verabschiedeten sie sich von ihrem Publikum und Pfarrerin Susanne Gessner entließ die Besucher in den klaren und frostigen Abend. Die Bläser feierten anschließend noch den Geburtstag des Chores im benachbarten Gemeindezentrum.