Posaunenchor Groß-Felda

Nachwuchs nimmt am Bläserlehr in Flensungen teil

 „Mit Trompeten und Posaunen jauchzet vor dem Herrn, dem König“, so steht es im Psalm 98, Vers 6, geschrieben. Schon seit über 150 Jahren sind Posaunenchöre ein wesentlicher Teil der Kirchenmusik und aus dieser  als wertvoller Teil des Gemeindelebens nicht mehr wegzudenken. Sie wirken mit bei Gottesdiensten, Festen und Feiern der evangelischen Kirche auf Gemeinde-, Dekanats- und EKHN-Ebene und tragen so zur öffentlichen Verkündigung bei. Bei diesen Aufführungen wird der gesamte Schatz der Kirchenmusik der letzten 500 Jahre präsentiert. Hinzukommen weitere für Posaunenchöre geeignete Kompositionen. Dieser Auftrag verpflichtet  aber auch die Verantwortlichen in der Landeskirche, den Dekanaten und in den Gemeinden die Bläserarbeit zu unterstützen und für eine stetige Aus- und Fortbildung der vielen Bläserinnen und Bläser zu sorgen. 2017 Lehrgang 1

In diesem Jahr startete das Posaunenwerk der EKHN am letzten Wochenende mit einem Bläserwochenende im „Flensunger Hof“ in Mücke. Neben den Bläserinnen und Bläsern des Junior-Brass Jugend-Auswahlchor wurde auch ein für Anfänger und deren Ausbilder angeboten Dieser Lehrgang dem im Laufe des Jahres noch zwei weitere folgen, erfreut sich bei vielen Posaunenchören als wichtiges Standbein in ihrer Jungbläserausbildung. So ist es auch kein Wunder, dass diese Angebote, wie auch schon in den letzten Jahren immer im Nu ausgebucht sind. In diesem Jahr waren es nahezu 70 Kinder und Jugendliche, darunter auch viele aus dem Vogelsbergkreis, die sich auf den Weg nach Flensungen gemacht hatten. Nach der Anreise am Freitag, wurde zunächst Quartier bezogen und danach wurden die Kinder und Jugendlichen in verschiedene Gruppen eingeteilt, die ihrem aktuellen Leistungsstand entsprachen. Bereits am Abend waren von überall her die Musik zu hören und man konnte dabei feststellen, dass alle Beteiligten einen wahnsinnigen Spaß dabei hatten. Inhalte des Bläserwochenendes waren unter anderem die richtige Technik am Instrument, das Gruppen- und Literaturspiel gemäß dem entsprechenden Leistungsstand der einzelnen Bläser. Auch die Freizeitgestaltung kam natürlich nicht zu und so kam bei den Beteiligten nie Langeweile auf. Alle arbeiteten an diesem Wochenende auf Höhepunkt am Sonntag hin, wo Eltern, Verwandte und Bekannte zu einem großen Abschlusskonzert in der Spothalle eingeladen waren. Stolz präsentierte die einzelnen Gruppen ihr Können und wurde für ihre jeweiligen Vorträge mit viel Applaus bedacht. So begeisterten die jüngste Gruppe mit den Liedchen „Hänschen klein“ und „Kuckuck“. Ein Tuba Quartett spielte „Old Mac Donald“ und ein Winterlieder Medley.

2017 Lehrgang 2

 Eine weitere Gruppe spielte den Kanon „Bruder Jacob“, und eine mehrstimmige Ronde. Hier waren es im Regelfall Bläser, die schon eine gewisse Ausbildungszeit hinter sich haben. Es folgten eine Trompetengruppe, der Jugendposaunenchor, welcher eine Vorstufe zu Junior Brass darstellt und schließlich als absoluter Höhepunkt der Auftritt von „Junior Brass“, Puttin on the Ritz“, „Strangers in the night“ und mit dem Rausschmeißer „Auf die Vogelwiese, geht der Franz“ voll überzeigten und dafür großen Beifall bekamen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen endete die Freizeit und im August geht es dann mit Teil II der Ausbildung weiter. In der Zwischenzeit wird in den jeweiligen Chören das Erlernte vertieft und fortgeführt. Diese kontinuierliche Ausbildungsarbeit führt dazu, dass die evangelische Bläserarbeit in Oberhessen in  den letzten Jahren einen richtigen Aufwind erlebt. Unsere Posaunenchöre werden jünger, die Qualität der Ausbildung und der Chöre und damit der Spaß und die Motivation nehmen zu, sagte Dirk Weber aus Feldatal, der Vorsitzender des Bezirkes Oberhessen ist, gegenüber der Zeitung. Diese Arbeit werde überwiegend von ehrenamtlichen Mitarbeitern durchgeführt, meistens ohne ein nennenswertes Budget. Aufgrund drohender rückläufiger Einnahmeentwicklungen der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau ist auch der Bereich der Posaunenchöre in der Kirchenmusik von Sparmaßnahmen aktuell schon direkt betroffen, was er sehr bedauerte. So war die Gründung eines Fördereins für Oberhessen im vergangenen Jahr ein notwendiger und  auch ein entschlossener Schritt, um dieser wertvollen Arbeit weiterhin den Boden zu bereiten. Jeder, der die Posaunenchorarbeit unterstützen will kann hier mit einer Spende helfen oder sogar auch Mitglied im Förderverein werden. Näheres dazu ist unter www.ev-blaeserarbeit-oberhessen.de zu erfahren.