Abendmusik im Advent

2019 Abendmusik1

Feldatal, Groß-Felda (hso). Mit einer „Abendmusik“ zum 1. Advent in der Windhäuser Kirche, endeten die Feierlichkeiten zum 60 jährigen Bestehen des Ev. Posaunenchores Groß-Felda. Begonnen hatte das Jubiläumsjahr 2019 mit einem Festgottesdienst und anschließenden Feierlichkeiten im März in Groß-Felda gemeinsam mit den Bläserinnen und Bläsern aus Stumpertenrod. Es folgten Einladungen zum Frühschoppenkonzert an der Windhäuser Grillhütte am 1. Mai und Ende Juni zu einem Weinfest mit viel Musik und dem Posaunenchor aus Erksdorf vor der Feldahalle. Wie es die Tradition vorsieht feiert der Posaunenchor seinen  Gründungstag jedes Jahr in der Adventszeit mit einer Abendmusik. Dieses Jahr hatte man erstmalig in die neurenovierte Kirche nach Windhausen eiungeladen und man lag mit dieser Entscheidung goldrichtig. Ein volles Gotteshaus, die Darbietungen der Mitwirkenden und die tolle Akustik sorgten für einen stimmungsvollen Abend, an den man sich auch noch lange erinnern wird. Mit dabei in diesem Jahr neben dem Posaunenchor unter der Leitung von Daniel Roth, der Chor „ProTakt“ vom Liederkranz Weitershain unter der Leitung von Sabine Spahn und Silke Schmidt aus Groß-Felda an der Orgel. Die Lesungen zwischen den musikalischen Vorträgen hielt Lektorin Regina Pfeiff. Dabei dankte sie dem Posaunenchor auch im Namen der Kirchengemeinden für dessen Einsatz und Unterstützung für die Kirche in all den 60 Jahren. Sie stellte die Frage: „Was wären Gottesdienste, Feierlichkeiten und so manches Ständchen in und außerhalb der Kirche in den Gemeinden ohne die Posaunenchöre?“ Es würde etwas fehlen, war ihre Antwort darauf! Möge der Posaunenchor noch lange diese schönen Aufgaben wahrnehmen können, betonte sie abschließend. 2019 Abendmusik2

Der Posaunenchor eröffnete den Abend klangvoll mit „Cantate Domino“ von Guiseppe Pitoni (1657-1743). Vorsitzender Gerhard Zulauf begrüßte danach die Besucher und versprach ein abwechslungsreiches Programm mit handgemachter Musik zum Entspannen und eine Atmosphäre von Ruhe und Besinnlichkeit. Beim Gemeindelied „Macht hoch die Tür“ entfernte man sich zunächst von dem traditionellen Choralsatz. Der Posaunenchor spielte zunächst ein Vorspiel und die 1. und 3. Strophe des Liedes im „Swing“ nach einem Arrangement von Richard Roblee. Ein Nachspiel zu diesem Choral von Karl-Peter Chilla unter Verwendung von Ch. J. Mays „Allegro Moderaato“ wurde von Silke Schmidt an der Orgel marschmäßig und flott interpretiert. „ProTakt“ gab danach mit „Was Gesang so kann“, „Only  Time“ und „California Dreaming“ einen ersten Einblick in seine Vielseitigkeit in Bezug auf verschiedene Stilrichtungen. Wie bei den Vorträgen der Bläser und der Orgel bekamen die Sänger vom begeisterten Publikum großen Beifall. Im „Swing Stil“ ging es bei den Bläsern weiter und mit den Beiträgen „Let it snow“ von Sammy Cahn und Jule Styne und „Frosty the Snowman“ von Steve Nelson und Jack Rollins kam auch so richtig Bewegung in die Zuhörer. Leider stellte sich der Schneefall an diesem Abend nicht ein und so gab es auch keinen Schneemann vor der Kirche.  Langsam und meditativ erklang der Weihnachtschoral „Es ist ein Ros entsprungen“ nach einem Satz von Karl -Peter Chilla von der Orgel. Auf der neu renovierten Orgel mit ihren vielfältigen Klangfacetten konnte dabei Silke Schmidt ihr Können zeigen.  Nach einer Lesung spielte der Posaunenchor „Salve Regina“ von Franz Schubert (1797-1828) nach einem Arrangement von Frank Vogel. Die Bläser verstanden es trefflich den meditativen Charakter des Stückes mit den ständigen Wechseln vom crescendo ins decrescendo zu interpretieren. Weihnachtlich wurde es dann auch beim Chor „ProTakt“ mit den Liedern „Dort zwischen Ochs und Eselein“, „Hört der Engel helle Lieder“, „Feliz Navidat und „Night of Silence“ wobei die Schlussstrophe in das bekannte Weihnachtslied „Stille Nacht“ überging und wo auch die Besucher kräftig mitsangen. Stehende Ovationen für den Chor und später auch für die Bläser gab es vom begeisterten Publikum2019 Abendmusik3. Beim Schlusschoral „Tochter Zion“ wechselten sich Bläser und Orgel ab. De  Posaunenchor  begann mit einem „Swing-Vorspiel“ erneut von Richard Roblee und dem Begleitsatz, die Orgel spielte Strophe zwei und die dritte Strophe wurde dann zum Klangerlebnis in  dem Gotteshaus. Mit zwei Trompeten Oberstimmen,  gespielt von Manfred Dreiucker und Anna Becker,  wurde noch einmal die tolle Akustik der alten Steinkirche deutlich. Schlussgebet und Vaterunser folgten, der Posaunenchor spielte den Abendsegen aus der spätromantischen Oper  „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck und verabschiedete sich schließlich von seinem Publikum mit dem Schlusschor aus dem „Oratorio de Noel“, op. 12,  von Camille Saint-Saens (1835-1921). Vor der Kirche hörte man allenthalben viel Lob für den Veranstalter, der es immer wieder versteht ein tolles Konzert in der Adventszeit auf die Beine zu stellen. Es wäre sicherlich auch schön, wenn diese Adventsmusik künftig weiter in Windhausen stattfinden könnte. Sei dem Chor zu wünschen, dass er bald einen Chorleiter in Festeinstellung findet und noch viele Jahre das Musikgeschehen in der Gemeinde und darüber hinaus prägen kann.  Nach dem Konzert trafen sich alle Mitwirkenden mit ihren Angehörigen noch zu einer kleinen Geburtstagsfeier im Gemeindezentrum in Groß-Felda.